Weltreligionen

Weltreligionen

Gibt es einen Gott, glaube ich nicht, nein ich weiß es:

Die Weltreligionen findet er bestialisch scheiße

Von Ikonen, Klassendünkel, Heilig Krieg und Kreuzzug

zum patriarchalen Pfründemehren hat er längst genug.

Eine Blutspur sich durch die Weltgeschichte zieht

Wenn man euer Werken im Namen höherer Macht sieht

Kulturgemetzel von fanatisch Horden

Kinder, Frauen zu missbrauchen zu ermorden

Gibt es einen Gott, glaube ich nicht, nein ich weiß es:

Die Weltreligionen findet er bestialisch scheiße

Von Ikonen, Klassendünkel, Heilig Krieg und Kreuzzug

zum patriarchalen Pfründemehren hat er längst genug.

Herrschaftlich gesichert euer Paradies auf Erden

kennt ihr kennt keine Sorge satt und fett zu werden.

Ihr seid die Höllenhunde, bringt Not ohne Erbarmen,

auf Gerechtigkeit im Jenseits vertröstet ihr die Armen

Hinduismus, Christenheit, Judentum, Islam

besinnt euch endlich und fangt damit an

Menschenrechte zu achten, Demut zu leben.

Vielleicht ist noch eine Ecke im Himmel zu vergeben.

Gibt es einen Gott, glaube ich nicht, nein ich weiß es:

Die Weltreligionen findet er bestialisch scheiße

Von Ikonen, Klassendünkel, Heilig Krieg und Kreuzzug

zum patriarchalen Pfründemehren hat er längst genug.

Dienten Götter den Menschen in ihrer Geschichte als Erklärung für Dinge, die sie nicht erklären, nicht begreifen konnten, so hat sich diese Funktion in einer im Mikro- und Makrokosmos durchforschten Welt weitestgehend erledigt. Geblieben sind fehlende Antworten auf Sinnfragen und die Angst vor der Endlichkeit des Seins, vor dem Tod. Das Bedürfnis nach Spiritualität.

Religionen – Segen und Fluch! Im Guten bieten die Religionen dem Mensch Sicherheit und das Lindern von existenziellen Ängsten sowie in ihrer Regionalität kulturelle Wertesysteme und Verhaltenskodexe für, der natürlichen Umwelt angepasste Lebensweisen.

Doch stets wurde Religion missbraucht zur Schaffung, Expansion und Rechtfertigung von Herrschaftssystemen. Glaubenskriege als Deckmantel für territoriale Ausweitung und Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen oder patriarchale Strukturen wurden und werden als Gottes Wille oder von Gott gegeben tituliert und manifestiert mit der Anmaßung der Entscheidungshoheit über Gut und Böse, über Leben und Tod.

Hier stehen ganz oben die drei monotheistischen Weltreligionen einer Wurzel sowie der Hinduismus mit seinem Kastenwesen. Blutige, gewaltvolle, Menschen verachtende Geschichten, die noch nicht zu Ende geschrieben sind. Angeprangert wird hier nicht der Fanatismus von Einzeltätern oder Gruppierungen, die die Schiften und Lehren ihrer Religionen nach eigenem Dünkel interpretieren, um ihren Terror und Wahnsinn zu rechtfertigen. Anzuprangern ist die Persistenz von patriarchalen Herrschaftsstrukturen und der Entmündigung der Vernunft. Anzuprangern ist es, die eigenen blutigen Geschichten, die eigene Schuld weder einzugestehen und aufarbeiten zu wollen, noch Bereitschaft zur Wiedergutmachung oder Besserung zu zeigen.

Schreckensherrschaft und Willkür der Religionen:

Christentum:

ab 1096: Kreuzzüge zur „Befreiung“ Jerusalems gegen die heidnischen Muslimen,

Hoch- und Spätmittelalter: Antijudaismus, Pogrome und Vertreibungen der Juden

ab 1492: Kolonisierung und Christianisierung Lateinamerikas durch die Spanier mit Völkermord an den Ureinwohner*innen

ab Ende 15. Jh.: Inquisition, zunächst zur gewaltsamen Bekehrung der Juden (1481: 12.000 Verbrennungen in Spanien), dann zur allgemeinen Verfolgung von Abweichler*innen

15. bis 17. Jh.: Hexenverfolgung (päpstliche „Hexenbulle“ 1484), Opfer der Inquisition europaweit: über 100.000 Menschen;

1618 – 48: Dreißigjähriger Krieg (Konfessionskriege): Dezimierung der ländlichen Bevölkerung um bis zu 50%

Moderne: Antisemitismus und umstrittene Rolle des Vatikans während der Nazi-Herrschaft

seit 1950: verweigernde Haltung zu sich abzeichnenden Problemen der Bevölkerungsexplosion durch Verhütungsverbot

bis heute: Abtreibungsverbot

bis heute: sexueller Missbrauch durch Amts- und Würdenträger

Islam:

7. bis 11.Jh.: z.T. gewaltvolle Expansion des Islam mit vorwiegend wirtschaftspolitischen Interessen

bis heute: Sklaverei als Wirtschaftsfaktor

bis heute: Unterdrückung der Frau

bis heute: keine Trennung von Religion und Staat als verbreitetes Prinzip

Judentum:

seit 1948: Annektierung Palästinas mit laufender territorialer Ausweitung

Hinduismus:

bis heute: Manifestierung sozialer und wirtschaftlicher Segregation durch das Kastenwesen

bis heute: Unterdrückung, Vergewaltigung und Ermordung von Frauen (Indien: jede 10. Frau erleidet sexuelle Gewalt, ca. 25.000 Mitgiftmorde im Jahr, Femizid, Genderzid, Fetozid)